Chronik der Heisinger Denkmalpfade

2004 Wanderführer „Heisinger Denkmalpfade“ erscheint

  • Die Bürgerschaft Heisingen e. V. und der Museumskreis des Bergbau- und Heimatmuseums im Paulushof sind die Herausgeber des Wanderführers "Heisinger Denkmalpfade" der im Buchhandel oder bei den Herausgebern zum Preis von 2,50 € erworben werden kann.
  • HeisingerDenkmalpfade1 HeisingerDenkmalpfad2
  • Mit der Herausgabe führt der Ortsteil  Heisingen die Initiative "Denkmalpfade" weiter, die von den Bürgerschaften Kupferdreh und Rellinghausen / Stadtwald ins Leben gerufen wurde und der sich in nächster Zeit  weitere Stadtteile anschliessen werden. Die Kennzeichnung einzelner Objekte mit Plaketten, die das Wappen des Ortsteils Heisingen tragen, und die beim Maisingen 2004 am  alten Rathaus begonnen wurde, wird nun weitergehen. An markanten, historisch bedeutsamen Stellen, werden Erläuterungstafeln installiert.
  • Die  Essener Bürgervereine Kupferdreh, Rellinghausen / Stadtwald, Heisingen, Burgaltendorf, Rüttenscheid, Werden, Steele und Überruhr knüpfen derzeit ein Netz von Denkmalpfaden: www.buergervereine-essen.de/html/denkmalpfade.html
  • Der kleine Wanderführer, passend für  die Westentasche und  mit einer Karte ausgerüstet, wurde von Horst Lich  geschrieben und gestaltet.  Er kennt Heisingen und seine Bergbaugeschichte wie kaum ein anderer. Das Kapitel, das sich mit dem alten Dorf befasst, wurde von Ilse Cram mitgestaltet, die seit über  zwanzig Jahren die  Geschichte der Heisinger Höfe erforscht und deren Zeugnisse für das Museum sammelt und auswertet.
  • Heinrich Wacker schlug mit einem Vorwort zur Heimatgeschichte die Verbindung zu dem vor  acht Jahren herausgebrachten Heimatbuch "Heisinger Spaziergänge".

2006 Errichtung der Denkmaltafeln:

2007 Errichtung der Denkmaltafeln:

2008 Errichtung der Denkmaltafel:

2010 Errichtung der Denkmaltafeln:

2011 Errichtung der Denkmaltafel:

  • 8. Carl Funke / Hundsnocken am Fuß des Fördergerüsts Carl Funke I
  • Tafel Carl Funke / Hundsnocken


    Haben Sie Interesse, Sponsor für eine weitere Denkmaltafel zu werden? Dann wenden Sie sich bitte an Heinrich Wacker, Tel. 0201-464180, heinrich.wacker@heisingen.de!


    Neuigkeiten:

    April 2010

    Zwei neue Infotafeln für den Heisinger Denkmalpfad

    Im Kulturhauptstadtjahr 2010 konnten die Bürgerschaft Heisingen e. V. und  das Bergbau- und Heimatmuseum im Paulushof den Heisinger Denkmalpfad dank großzügiger Sponsoren um zwei weitere Infotafeln bereichern, die wie auch alle bisherigen von Herrn Horst Lich  geplant und gestaltet worden sind.

    Die Tafel „Geschichte des Hauses Heisingen“ befindet sich  im Zugang zum Innenhof der Burganlage. Sie wurde gestiftet vom Besitzer Herrn Herrmann Sonnenschein, der in den letzten Jahrzehnten Wehrmauer und Vorburg Zug um Zug   renovierte  oder wiederherstellte. Mit privaten und öffentlichen Mitteln (Denkmalpflege, Städtebauförderung) konnte so in den Gebäuden der Vorburg Wohnraum erhalten oder neu errichtet werden. Im Rahmen des Essener Konsenses sorgte hierbei eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme  für die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen.

    Die Tafel: „Hofgelände des Bergmannshofes“ komplettiert nun dank der Spende von Herrn Ernst-Ludwig Diehl und seiner Geschwister  die Reihe der Tafeln im Bereich der sog. Heisinger Berghöfe.  Sie zeigt exemplarisch, mit welcher Mühe und Sorgfalt unter starkem persönlichen Einsatz der Bewohner  die „Leibzucht“ (das Altenteil) des Bergmannshofes (Nottekampsbank 98 a) renoviert werden konnte.

    Mit dem Fachwerkhaus der Leibzucht der alten Butenberghofes, (Nottekampsbank 100) dessen Restaurierung  auf der daneben stehenden von Herrn Ernst Wilhelm Schleipmann  vor zwei Jahren gesponserten Infotafel „Rund um den Tannenberg“ dokumentiert wurde, ist so ein bemerkenswertes historisches Ensemble  in den Blickpunkt gerückt worden.


    August 2008

    Dank einer grosszügigen Spende von Herrn Ernst-Wilhelm Schleipmann konnten  die Bürgerschaft Heisingen e.V. und das Bergbau- und Heimatmuseum im Paulushof, die Infotafel “Rund um den Tannenberg”, aufstellen. Horst Lich hat auch diese Tafel wie alle bisherigen gestaltet und hier die wechselvolle Geschichte eines der interessantesten Plätze Heisingens akribisch in Wort und Bild nachgezeichnet.

    1918 stürzte am Ostabhang des Geländes  ein Großraumflugzeug  der Deutschen Luftwaffe ab.  Da hierbei einige Flieger den Tod fanden, wurde der Platz Tannenberg genannt zur Erinnerung an die Schlacht in Ostpreußen 1914 und das sog. Fliegerdenkmal errichtet.

    In den zwanziger Jahren  baute die Gemeinde Heisingen hier einen zweiten Sportplatz, auf dem im Laufe des zweiten Weltkrieges dann Baracken für einige vom Bombenkrieg aus Essen vertriebene Werksverwaltungen errichtet wurden.  Einige dienten später auch als Notwohnungen.

    Nach dem Kriege  ließ sich die Bergbauleitstelle hier nieder, die alle aus ganz Deutschland zugezogenen Bergleute durchlaufen mussten, um dann einer Zeche zugeteilt werden zu können.  Auch die Versorgung der Bergleute mit knappen  Gütern wurde von hier aus organisiert.

    Die Gaststätte „Zum Nussbaum“, hervorgegangen aus dem Butenbergshof, war jahrzehntelang ein beliebtes Ausflugsziel. Im Saale wurden auch große Feste  gefeiert. Legendär ist die Übertragung einer Karnevalsfeier im Westdeutschen Rundfunk, die Werner Kreuzenbeck präsidierte.

    Heute erfreuen sich  die Anwohner des  Nussbaumwegs an der schönen Lage des Tannenbergs hoch über dem Ruhrtal.